Das Schlucken

 

Das unwillkürliche Schlucken ist gestört, wenn neurologische Veränderungen oder auch muskulär-fasziale Einschränkungen vorliegen. Nach Operationen im HNO-Bereich, nach einem Schlaganfall, bei voranschreitenden neurologischen Erkrankungen (wie z.B Morbus Parkinson, ALS, Multipler Sklerose, Demenz) kann das vokommen. Das Schlucken ist Vitalfunktion. Es ist mit der Aufnahme von Flüssigkeiten oder Nahrung lebensnotwendig verbunden. (Dysphagie)

 

Störungen im Schluckverhalten sind deshalb dringend behandlungsbedürftig. Wichig ist hier die frühzeitige Therapie, um Mundfunktionen erhalten zu können.

 

Erste Anzeichen sind:

  • das verringerte Esstempo (das mit einem verzögertem Triggern des Schluckreflexes einhergeht)
  • eine z.T. eine verwaschene Aussprache
  • wiederkehrendes Verschlucken/Husten beim Essen
  • Essensreste im Mund
  • sowie die Gewichtsabnahme.

 

Das funktionell richtige Schlucken, betrifft oft ältere Kinder oder Jugendliche. Dabei ist das Schlucken an sich nicht gestört, sondern die Zunge hat eine Fehlposition und liegt an den Frontzähnen an, die sie bei jedem Schluckvorgang vorschiebt.

Das ist natürlich für effektive kieferorthopädische Maßnahmen kontraproduktiv, weshalb diese Kinder und Jugendlichen zu einer logopädischen Behandlung überwiesen werden, um die Zungenfunktion zu korrigieren.

Es handelt sich aber hierbei nicht um eine Dysphagie im eigentlichen Sinne, sondern um eine myofunktionelle Therapie im Rahmen der Kieferorthopädie.

 

 

 

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© Susanne Domrös
Praxis für Logopädie und Lerntherapie Michendorf